Uraufführung: 1. Oktober 1983 Strasbourg (F) Festival Musica 1983 · Aurèle Nicolet, Flöte
Dieses Stück ist ein Auftrag für das Kusatsu International Music Festival 2008 in Japan, wo Herbert Willi eine große Anhängerschaft hat. Im 1. Satz spielen nur Fagott und Klavier. Der Klavierpart ist dabei so einfach, dass er von einem der übrigen Bläser gespielt werden sollte, was bei den Proben für viel Spaß unter den Musikern sorgt. In der Partitur sind knappe musikalische Vorgänge, Tonrepetitionen und kurze, huschende Melodiefetzen vorherrschend. Die sechs Sätze lassen den mit allen möglichen Spieltechniken vertrauten Bläsern viel Raum für die eigene künstlerische Ausgestaltung.
Volker David Kirchners Werke umfassen alle Gattungen; neben zahlreichen Kompositionen für das Musiktheater und für Orchester gilt die Vorliebe des in früheren Jahren ausübenden Bratschers in Orchestern und Kammermusikensembles immer schon der Komposition von Kammermusik. Aber auch auf diesem Feld der „reinen, absoluten“ Musik ist Kirchners Musik dem Theatralischen verbunden, was sich in sehr anschaulicher Weise auch in der Titelwahl niederschlägt (z. B. Mysterion, Il canto della notte, Lamento d’Orfeo, Exil). Im vorliegenden Quintett gelingt es Kirchner, die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten der unterschiedlichen Instrumente in einen musikalischen Zusammenhang von hoher Expressivität zu bringen.
Ernst Jandl ist ein Wiener Poet mit unnachahmlichen, mit Sprachelementen und Bedeutungen spielenden, rhythmisch prägnanten Gedichten. Bei der Uraufführung war er dabei, einverstanden mit der zusätzlichen Dimension musikalischer Gestaltung, die kontrapunktiert, akzentuiert und maskiert.
Ein musikalisches Kleinod, das mit jeder Note den ebenso sensiblen wie schalkhaften Tonkünstler verrät. Jean Françaix' "Mozart new-look! ist ein typisches Beispiel seiner heiteren Spielmusik, die Spaß macht und gefällt. In diesem Stück ist der Geist Mozarts allgegenwärtig: Während der Kontrabass eine Arie aus "Don Giovanni" spielt, lässt Françaix mit einem Augenzwinkern gleichzeitig eine Arie aus "Carmen" erklingen. Eine wahre "Musique pour faire plaisir"!
Ein musikalisches Kleinod, das mit jeder Note den ebenso sensiblen wie schalkhaften Tonkünstler verrät. Jean Françaix’ „Mozart New Look“ ist ein typisches Beispiel seiner heiteren Spielmusik, die Spaß macht und gefällt. In seinem dreiminütigen Stück ist der Geist Mozarts allgegenwärtig: Während der Kontrabass eine Arie aus „Don Giovanni“ spielt, lässt Françaix mit einem Augenzwinkern gleichzeitig eine Arie aus „Carmen“ erklingen. Eine wahre „Musique pour faire plaisir“!
Ein musikalisches Kleinod, das mit jeder Note den ebenso sensiblen wie schalkhaften Tonkünstler verrät. Jean Françaix' "Mozart New Look" ist ein typisches Beispiel seiner heiteren Spielmusik, die Spaß macht und gefällt. In seinem dreiminütigen Stück ist der Geist Mozarts allgegenwärtig: Während der Kontrabass eine Arie aus "Don Giovanni" spielt, lässt Françaix mit einem Augenzwinkern gleichzeitig eine Arie aus "Carmen" erklingen. Eine wahre "Musique pour faire plaisir"!
In Anbetracht von Reineckes peinlich genauer akademischer Schulung, war ich immer, wenn ich seine Sonate "Undine" spielte, über das Fehlen musikalischer Anweisungen, wie Ausdrucksangaben und Metronomzahlen, verblüfft. Ebenso erstaunten mich die Unstimmigkeiten in Bezug auf Phrasierung und Dynamik. Um mich auf eine Aufnahme vorzubereiten, begann ich damit, die Quellen zu studieren, in der Hoffnunf, wertvolle Informationen gewinnen zu können und zu einem tieferen Verständnis der Musik zu gelangen. Ich war hocherfreut, die meiner Meinung nach erste Ausgabe dieses Werkes ausfindig machen zu können: Sie erschien 1882 bei Rudall Carte and Co. in dem "Flute Player's Journal, First Series (Rudall Carte wurde 1955 von Boosey & Hawkes übernommen). Jene Ausgabe liegt der vorliegenden zugrunde.
Heinz Holliger, dessen "Sonate (in)solit(air)e" (FTR 175) längst ein Standardwerk zeitgenössischer Flötenliteratur ist, legt hier eine weitere Kompositionen vor. "(é)cri(t)" ist eine virtuose Etüde über das dramatische Ausdruckvermögen der Flöte.
Dies ist das erste von zwei Werken des erfolgreichen lettischen Komponisten für diese Formation. Es stammt aus dem Jahr 1977 und zeigt seinen frühen Kompositionsstil: Anfänglich frei notiert wechseln danach improvisatorische Abschnitte mit rhythmisch scharf akzentuierten, akkordischen Passagen. Vor allem in den frei notierten Werkteilen scheinen lautmalerisch Vogelrufe und Naturklänge auf. Die besondere Herausforderung liegt nicht in der Virtuosität der Einzelstimme, sondern darin, die besondere Atmosphäre durch perfekten Zusammenklang vor dem Hörer entstehen zu lassen. Hier wie in den meisten anderen Werken des Komponisten spielt die Verbundenheit mit der Natur eine besondere Rolle. Wie kein anderer Komponist verleiht er der Natur eine musikalische Stimme.